Als pdf zum download: 


Wir über uns
Am 5. Juni 2002 wurde das »Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement« (BBE) gegründet. Das BBE ist ein Zusammenschluss von Akteuren aus Bürgergesellschaft, Politik und Wirtschaft mit der gemeinsamen Aufgabe, in nachhaltiger Weise bestmögliche rechtliche, institutionelle und organisatorische Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement zu schaffen. Durch die 31 Mitglieder des Nationalen Beirats des »Internationalen Jahrs der Freiwilligen« (IJF) gegründet, hat das BBE inzwischen 140 Mitglieder. In den Mitgliedsorganisationen des BBE sind viele Millionen Menschen organisiert.
Die Mitglieder des BBE wollen den nationalen, europäischen und internationalen Erfahrungsaustausch über das bürgerschaftliche Engagement verbessern, die Kooperation stärken und den Wissensstand für die Belange seiner Förderung fortentwickeln. Das BBE ermöglicht gemeinsame Beratung und Projektentwicklung. Das Netzwerk ist der Ort für engagementpolitische Abstimmungsprozesse. Das BBE stellt Materialien für die Praxis der Engagementförderung zur Verfügung, veranstaltet Fachtagungen und nimmt öffentlich im Rahmen seiner Zielsetzung Stellung zu Fragen der Förderung von Engagement und Bürgergesellschaft. Dabei kann es die Interessenpolitik seiner Mitgliedsorganisationen nicht ersetzen oder begrenzen, wohl aber für Problemlagen sensibilisieren, für gute praktische Lösungswege werben und kooperative Problemlösungen fördern.
Die Aufgabe der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und der Stärkung der Bürgergesellschaft bedeutet, dass die Spielregeln der Bürgergesellschaft – Hierarchiefreiheit, Freiwilligkeit, Eigenverantwortung, Respekt und gegenseitige Unterstützung, Selbstorganisation, etc. – auch für andere gesellschaftliche Lebensbereiche normative, maßstäbliche Kraft gewinnen. Sie erfordert von Seiten der Wirtschaft Unternehmen, die sich dem Gemeinwesen gegenüber verantwortlich verhalten. Sie erfordert einen Staat, der bürgerschaftliches Engagement nicht durch unnötige bürokratische Auflagen reglementiert und hemmt, sondern schützt, anerkennt und ermöglicht. Und sie erfordert bürgergesellschaftliche Organisationen, die den Engagierten optimale Möglichkeiten der Mitgestaltung und Mitbestimmung geben und interne Demokratisierungsprozesse durchlaufen.
Das BBE zielt auf die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in allen seinen Formen und allen gesellschaftlichen Bereichen wie Soziales, Gesundheit, Sport, Kultur, Bildung und Wissenschaft, Umwelt, Hilfs- und Rettungsdienste, Selbsthilfe, gesellschaftspolitische Beteiligung, Stiftungsaktivitäten und unternehmerisches bürgerschaftliches Engagement. Dabei orientiert sich das BBE am Leitbild einer aktiven Bürgergesellschaft, die durch ein hohes Maß an Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung des Gemeinwesens geprägt ist.
Das BBE sieht Engagementförderung als eine gesellschaftspolitische Aufgabe an, die sich nicht auf einzelne Engagementfelder beschränkt, sondern sämtliche Gesellschafts- und Politikbereiche umfasst. Dabei geht es sowohl darum, Eigenverantwortung, Partizipation und Selbstgestaltung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken als auch neue Formen und Verfahren für gesellschaftliches Mitentscheiden und Mitgestalten zu entwickeln. Hierzu gehört der Abbau bürokratischer Hemmnisse ebenso wie die Fortentwicklung engagementfreundlicher Bedingungen in Organisationen und Institutionen. Tendenzen einer Instrumentalisierung des bürgerschaftlichen Engagements als Ersatz und Lückenbüßer für fehlende öffentliche Finanzmittel wird entschieden entgegen getreten.
Im BBE sind acht Arbeitsgruppen als offene und demokratische Foren eingerichtet worden, in denen die inhaltliche Arbeit erfolgt und konkrete Projekte und Anliegen der Bürgergesellschaft sektorübergreifend entwickelt und behandelt werden. Diese Arbeitsgruppen repräsentieren zugleich das breite Spektrum von Themen und Anliegen, mit denen sich das BBE in der nächsten Zeit intensiv beschäftigen wird: die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements, die Weiterentwicklung der lokalen Bürgergesellschaft, die Zukunft der Freiwilligendienste, die Rolle des bürgerschaftlichen Engagements bei der Reform des Sozialstaates, das Engagement von MigrantInnen, Fragen der Bildung und Qualifizierung von bürgerschaftlichem Engagement, »Corporate Citizenship« in Unternehmen sowie nicht zuletzt Fragen der Vernetzung europäischer Bürgergesellschaften.
Programm und Ziele des Netzwerks

|