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Themenbereiche der Arbeitsgruppe 8 »Demographischer Wandel«


Als vorläufige Arbeitsschwerpunkte hat die Gruppe folgende Themen festgelegt:


 

1. Potenziale älterer Menschen bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen

Unter diesem Stichwort wurden in der vergangenen Legislaturperiode zahlreiche Vorschläge gemacht, Konzepte entwickelt und Projekte durchgeführt. Der 5. Altenbericht und das EFI-Programm sind Ansatzpunkte für die weitere Debatte. Diese und andere Ergebnisse und Erfahrungen zum Thema sollten aufgearbeitet und genutzt werden. Was kann wie umgesetzt werden? Wer sind die relevanten Akteure? Wie können die Potenziale älterer Freiwilliger noch stärker im Gemeinwesen sichtbar gemacht werden? Wie kann das eher negativ besetzte Altersbild zurechtgerückt werden?


 

2. Kommunen im demografischen Wandel

Der demografische Wandel vollzieht sich in Deutschland sehr unterschiedlich, wie insbesondere die Studie »Deutschland 2020« des Berlin-Instituts zeigt. Es gibt Regionen, insbesondere (aber nicht nur) in Ostdeutschland, die bereits heute sehr stark »überaltert« sind, weil junge Menschen ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit verlassen haben. Wie gehen die betroffenen Kommunen damit um, dass z.B. der Hilfe- und Betreuungsbedarf wächst? Inwieweit kann dieser Bedarf im Rahmen von bürgerschaftlichem Engagement aufgefangen werden? Was bedeuten die Herausforderungen des demographischen Wandels für die Organisationsentwicklung von Verbänden und Vereinen?


 

3. »Fordernder Staat«

Der demografische Wandel (und veränderte Familienstrukturen) zwingen den Staat auf allen Ebenen, neue Strategien für die Betreuung hilfebedürftiger Menschen zu entwickeln. Das bürgerschaftliche Engagement wird dabei, auch aus finanzpolitischen Gründen, immer wichtiger. Neue Konzepte des bürgerschaftlichen Engagements, wie z. B. die generationenübergreifenden Freiwilligendienste, versuchen einen höheren Grad an Verbindlichkeit im Engagement zu erreichen. Das „freiwillige“ Engagement rückt damit näher an die Erwerbsarbeit heran, der Grad an Freiwilligkeit wird kleiner. Gerade in Bezug auf solche Programme ist ein Monitoring von Seiten der Zivilgesellschaft notwendig. Wie viel Verpflichtung ist notwendig und sinnvoll, wie viel Freiwilligkeit muss erhalten bleiben?