Umwelt und Naturschutz, soziales Engagement und Bildung sind die Schwerpunkte der Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2008. Diese werden sowohl in der begleitenden PR als auch in den rund 1.000 Veranstaltungen besonders hervorgehoben. Das Kampagnenteam hat zusammengetragen, welche Bedeutung bürgerschaftliches Engagement in den drei Bereiche für die Gesellschaft hat. Anhand von Beispielen wird dies anschaulich dargestellt: So betreuen ehrenamtliche Mitarbeiter der Naturwacht als »Ranger« die 15 Brandenburger Großschutzgebiete und in vielen Städten organisieren die Tafeln gesunde Ernährung für Schulkinder.
Auch in diesem Jahr findet die Auftaktveranstaltung zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements am 19. September in Berlin, im TIPI, dem Zelt am Kanzleramt, statt. Sie wird vom BBE in Kooperation mit der Initiative JUGEND HILFT! organisiert. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Siegerprojekte des bundesweiten Wettbewerbs von JUGEND HILFT! ausgezeichnet. Erwartet werden rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und zahlreiche freiwillig Engagierte. Durch die Veranstaltung führen der ZDF-Moderator Cherno Jobatey und der Fernsehjournalist Andreas Lukoschik.
Die Öffentlichkeitsarbeit der Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2008 verbindet unterschiedliche Elemente zu einem stimmigen Kommunikationskonzept. Für die Schwerpunktthemen gibt es prominente Themenpaten. Ihre Gesichter sind auf großflächigen Plakaten, in Zügen, auf Bahnhöfen und in den Printmedien überall in der Republik zu finden. Auf den Bildschirmen der Berliner U-Bahnzüge werden Informationen rund um die Woche des bürgerschaftlichen Engagements sowie die Spots zur Aktionswoche gezeigt. Diese jeweils 30-sekündigen TV-Spots können nun schon in einer Vorschau präsentiert werden.
Am 27. September 2008 – im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2008 – wird Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee in Potsdam die Siegerehrung und Preisverleihung an den besten Radfahrer Brandenburgs vornehmen. Dieser wird im Landeswettbewerb »Bester Radfahrer«, der am selben Tag in Potsdam ausgetragen wird, ermittelt. Bei der Siegerehrung wird auch der Vorsitzende des Sprecherrates des BBE, Prof. Dr. Thomas Olk anwesend sein. Der Wettbewerb wird von der Landesverkehrswacht Brandenburg getragen. Sie ist Teil der Deutschen Verkehrswacht (DVW), in der sich mehr als 70.000 Bürgerinnen und Bürger für mehr Sicherheit und weniger Unfalle auf den Straßen freiwillig engagieren.
Die Deutsche Sportjugend hat eine umfassende Strategie entwickelt, um Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus im organisierten Sport dauerhaft zu bekämpften. In einem Eckpunktepapier sind die Leitziele der Deutschen Sportjugend zum Thema festgehalten. Es wurde beschlossen, einen ehrenamtlichen Beauftragten für das Themenfeld zu benennen, und eine neu eingerichtete Arbeitsgruppe »AG Sport! Jugend! Agiert!« soll zukünftig die sozialen Aktivitäten des Kinder- und Jugendsports koordinieren. Die Deutsche Sportjugend hat die Federführung für das Thema Antirassismusarbeit im Sport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) inne.
Die Bundesregierung zeigt sich mit dem neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst »weltwärts« sehr zufrieden. Sie zieht nach den ersten sechs Monaten der dreijährigen Einführungsphase eine positive Bilanz. Dies geht aus der Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. 191 Trägerorganisationen hätten die Anerkennung beantragt, 130 seien bereits akkreditiert worden. Die Zahl der Bewerbungen für diesen Dienst wird von den Entsendeorganisationen auf 10.000 geschätzt, 60 Prozent davon sind Frauen. Bis August 2008 seien etwa 1.000 Freiwillige in 38 Länder ausgereist. Die Bundesregierung zahlt den Freiwilligen einen monatlichen Zuschuss von 580 Euro, hinzu kommt die Finanzierung einer Auslandskrankenversicherung.
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen hat den 1. Integrationsbericht vorgelegt. Der Bericht beruht auf einer Sonderauswertung des Mikrozensus, einer repräsentativen Befragung von einem Prozent der Bevölkerung. Er enthält nicht nur präzise Daten zu Ausländerinnen und Ausländern, sondern zur größeren Gruppe der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen. Der Bericht zeigt einerseits Integrationserfolge auf. So haben Eingebürgerte zum Teil bessere Bildungsabschlüsse als der Durchschnitt der Deutschen. Andererseits macht der Bericht den Handlungsbedarf für die Verbesserung der Integration deutlich. Vor allem im Erwerbsleben gibt es deutliche Unterschiede zwischen Zugewanderten und Deutschen, die sich an einer niedrigeren Erwerbsquote Zugewanderter ablesen lassen.
Seit dem 14. August ist die Website zum Bundesprogramm »Freiwilligendienste machen kompetent« online. Auf der Website finden sich Informationen über das Gesamtprogramm (Hintergrund, Ziele, Zielgruppen etc.), die Einzelprojekte und programmrelevante Themen wie Engagement und Integration, informelles Lernen, Bildungsmix oder neue Trägerstrukturen. Der Internetauftritt wird fortlaufend erweitert. Für die Pflege der Website ist das Projektbüro des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Berlin zuständig. Mit dem Programm »Freiwilligendienste machen kompetent« will das Bundesfamilienministerium Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten den Zugang zum bürgerschaftlichen Engagement im Freiwilligen Sozialen und Ökologischen Jahr (FSJ/FÖJ) erleichtern und ihre Ausbildungs- und Berufschancen verbessern.
Das Internetportal des Projekts »Kompetenznetzwerk Wohnen – Neue Formen der mobilen Beratung«, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, ist jetzt freigeschaltet worden. Informationen über gemeinschaftliche Wohnformen im Alter werden gebündelt und in einer Art »Werkzeugkoffer« für die Praxis zugänglich gemacht. Wer sich für zukunftsweisende Wohnformen im Alter interessiert, findet auf den rund 400 Seiten des Wissenspools gebündeltes Know How. Checklisten geben Hilfe und Orientierung im Dschungel der verschiedenen Möglichkeiten. Einsteiger erhalten zahlreiche Tipps für den erfolgreichen Start und die Entwicklung eines konkreten Projektes. Erfahrenen Projektinitiativen und beruflichen Profis in Kommunen, Wohnungsunternehmen und Verbänden liefert der neuartige Leitfaden fundierte, fachliche Vertiefung zu Projektstart, Öffentlichkeitsarbeit, Kosten und Finanzierung, Konfliktmanagement, Rechts- und Vertragsformen und vielen anderen Themen.