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Arbeitsprogramm


In 6 Sitzungsterminen innerhalb von zwei Jahren, die jeweils unter einem Schwerpunktthema stehen, werden weiterführende Ergebnisse für die Perspektive der Bürger(innen)gesellschaft entwickelt. Entsprechend den Sitzungsterminen wurden folgende 6 Arbeitsschritte beschlossen, deren konkrete Reihenfolge und Durchführung im Prozess noch veränderbar und – je nach Sachlage – durch Aktivitäten zu aktuellen Themenstellungen ergänzbar ist.

 

1. Bestandsaufnahme vorhandener Netzwerke (Informationstransfer)

In den letzten Jahren sind auf überregionaler Ebene und auf Bundesebene eine Reihe innovativer Netzwerke und Zusammenschlüsse entstanden, in denen Bürger(innen)gesellschaft, Politik und Verwaltung gemeinsam neue Wege der Bür-ger(innen)orientierung und Engagementförderung für die kommunale Ebene entwickeln. Vielfach bleiben ihre Ergebnisse aber nur Insider(inne)n bekannt. In einem ersten Schritt hat daher die Arbeitsgruppe eine Übersicht zu diesen Netzwerken mit Kurzbeschreibungen ihrer jeweils spezifischen Profile und Kompetenzen zusammengestellt. Diese steht Interessierten als Handreichung zur Verfügung.

 

2. Erfolgsfaktoren für Engagementförderung

Die Arbeitsgruppe hat vier »Modellkommunen« (Großstadt / Kleinstadt / Landkreis / Ost und West) ausgewählt, die exemplarisch ihre Erfahrungen im Bereich der Engagementförderung darstellen. Anhand dieser Fallbeispiele werden – unter Ausklammerung singulärer Besonderheiten – fördernde und hemmende Faktoren für Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung auf lokaler Ebene zusammengestellt und veröffentlicht. Dabei sollen insbesondere auch Erfahrungen beim Aufbau lokaler Netzwerke zur Engagementförderung behandelt werden.

 

3. Bürger(innen)engagement als Standortfaktor

Der Wert bürgerschaftlichen Engagements für das Gemeinwesen wird vielfach immer noch unterschätzt - und erhält häufig immer noch nicht die angemessene Anerkennung und Unterstützung in der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Die Arbeitsgruppe stellt Argumentationshilfen und Vorschläge zusammen, um die Bedeutung von Bürger(innen)engagement und seiner Förderung als wichtiges stabilisierendes Element für eine nachhaltige Entwicklung des Gemeinwesens, speziell auch als Standortfaktor deutlich zu machen.

 

4. Neue gesellschaftliche Herausforderungen

Wie verändert sich das Engagementverhalten und welche Herausforderungen ergeben sich aus zentralen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen (z.B. demographische Entwicklung) für das Handeln auf der lokalen Ebene? Die Gruppe ermittelt auf der Grundlage eigener Erfahrungen und vorhandener Studien positive und negative Trends für die Engagemententwicklung auf lokaler Ebene und sich daraus ergebende neue Anforderungen an lokale Politik, Institutionen und Verbände.

 

5. Zukunftsszenarien und Visionen

Auf der Grundlage der Trendbeschreibungen erarbeitet die Arbeitsgruppe unterschiedliche Szenarien künftiger Entwicklungen lokaler Bürgergesellschaft. Wie werden diese bewertet und welche praktischen Handlungskonsequenzen ergeben sich daraus für lokale Engagementförderung?

 

6. Erfahrungen und Konsequenzen

Die Arbeitsgruppe wird ihre Ergebnisse in einer Abschlusskonferenz präsentieren und daraus Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen ableiten.

 

Bei allen Arbeitsschritten soll immer auch die Frage der Durchsetzungsstrategien als Querschnittsthema im Blickpunkt stehen: Wie schaffen wir es, den Gedanken der Bürgerorientierung und der Notwendigkeit von Engagementförderung ressort-übergreifend und nachhaltig zu verankern?